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Kleine Auszeit - Lesevergnügen für eine Kaffeepause - Thema Selbstoptimierung

 
 

Schneller, besser, effektiver: Was ist dran am Trend zur Selbstoptimierung?

Selbstoptimierung, Effizienz und Transparenz sind Stichworte, die heute oft fallen. Alles muss „sich rechnen“; die Ökonomisierung des Alltags ist weit vorangeschritten. Warum wird heute dauernd evaluiert, gewichtet und vor allem bewertet? Weil es geht. Und Bewertungen haben ja auch Vorteile. Wenn wir online einen Pullover kaufen, können wir sehen, welche Erfahrungen andere damit gemacht haben. Wir optimieren aufgrund der Bewertung unser Einkaufsverhalten. Seitdem Smartphones, Apps und die Cloud Alltag geworden sind, steigt die Zahl derer, die sich selbst konstant vermessen. Apps zählen Schritte, messen die Pulsschläge und die Atemfrequenz, die Schlafdauer, die Produktivität und die Effizienz, alles ist jederzeit abrufbar und wird in Tabellen abgebildet, vergleichbar gemacht, denn so lässt sich herausarbeiten, wo Optimierungsbedarf besteht.

Denn wir alle sind unzulänglich. Wenn wir uns mit Models vergleichen – die fürs Schönsein bezahlt werden – ziehen wir immer den Kürzeren. Trotzdem machen wir es. Wir sehen an unserem im Büro gestählten Körper herunter, den wir mit acht Stunden Dauersitzen, unterbrochen nur von mehrfachem Kaffee holen, gepflegt haben. Dann schauen wir ins Internet oder in ein Magazin und entdecken am Rechner optimierte Menschen. Wir können bei diesem Spiel nur verlieren – auf Dauer auch die Selbstachtung. Die verbesserte Version unserer selbst, das Ich 2.0, wäre vermutlich nicht nur schlanker, sondern auch immer schlauer, anmutiger, interessanter. Die Selbstoptimierung ist nicht darauf angelegt, irgendwo zu enden. Wer optimiert, denkt an sich, aber auch an das Bild, das er nach außen abgibt – und das muss stimmen, mehr denn je. Wie könnten wir nur sein, wenn wir nicht so zügellos wären? Viele optimieren sich, indem sie sich etwas versagen. Auf Fleisch zum Beispiel zu verzichten ist sicher keine schlechte Idee. Manche meiden Laktose oder Gluten, leben oder vegan. Woher kommt das? Vielleicht gibt es in Zeiten großer Umwälzungen einen umso ausgeprägteren Wunsch nach Sicherheit, „das Richtige“ zu tun (und zu essen, denn du bist, was du isst). Auch die Kontrolle der Inhalte einer Mahlzeit, die Kontrolle des ­eigenen Verhaltens und gegebenenfalls die Anpassung ist Selbstoptimierung. Was kontrollier- und berechenbar ist, nimmt Angst. Dann bietet das Essen keine bösen Überraschungen mehr, vielleicht auch nicht mehr so viele gute.

Wer vor wenigen Jahren sein Essen oder auch sich selbst in zig verschiedenen Situationen fotografiert hätte, um das Ergebnis möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen, wäre wohl als verschroben, als Ich-bezogen angesehen worden. Gleiches gilt für den Drang, alles ständig kommentieren zu müssen. Menschen unter 35 kämen heute wohl nicht auf die Idee, jemanden als narzisstisch anzusehen, weil er Belanglosigkeiten aus seinem Leben in die Welt setzt. Selfies, Blogs, Bewertungen und Kommentare im Internet – alles alltäglich. Sich mit sich und seinen Befindlichkeiten zu beschäftigen, auch und gerade öffentlich, ist ebenfalls üblich geworden. Plötzlich ist da eine Angst, nicht dazuzugehören, etwas zu verpassen, falsch zu leben, den Schuss nicht gehört zu haben. Denn es kann doch gar nicht sein, dass es uns auch mal nicht so gut geht, optimiert wie wir sind?

Wer heute zwei Stunden ins Internet geht, Zeitschriften liest, fernsieht, könnte der Eindruck haben, dass vor allem zwei Dinge Anerkennung versprechen: Geld und Aussehen. Reich an Erfahrung zu sein, innere Schönheit, das rangiert dahinter. Das Selbst und dessen Spiegelung im Auge der anderen – lässt sich dem entkommen? Was hilft? Vielleicht mehr Gelassenheit. Reden. Sich mit Freunden treffen, mit echten aus Fleisch und Blut, bei der Gelegenheit auch mal zu viel trinken und Blödsinn quatschen. Und sich das verzeihen. Am nächsten Tag mal wieder in den Wald gehen, ohne besonderen Grund. Sich ein paar Schuhe kaufen, die man nicht braucht, eine Jacke, die eigentlich zu ­teuer ist. Schlafen ist gut. Sport machen, ohne Pulsuhr und Antreiber. Sich selbst entwickeln, statt an sich herumzuoptimieren. Aufhören, sich nach einem Ideal zu sehnen, das sich eine Marketingabteilung ausgedacht hat. Und wie wäre es mit: Fehler zulassen, Niederlagen, Rückschläge? Und wenn Sie schon alles bewusst machen müssen, dann lassen Sie doch mal wieder Zeit bewusst ungenutzt. Träumen Sie, verplempern Sie Zeit, das entspannt. Was machen die Deutschen eigentlich am liebsten? Sie reden, haben Studien ergeben, und zwar von Angesicht zu Angesicht. Ebenfalls beliebt: telefonieren, Zeit mit dem Partner verbringen, träumen, faulenzen. Können Hundertausende irren? Vielleicht sollten wir auch wieder einmal damit aufhören, Menschen in wirtschaftlichen Kategorien zu sehen, zu messen, zu bewerten, uns davon kirre machen zu lassen. Und mal ehrlich: Wäre es nicht grässlich, unter lauter optimierten Menschen zu leben?

RAD

Kleine Auszeit - Lesevergnügen für eine Kaffeepause - Thema Gelassenheit

 
 

Versuch’s mal mit Gelassenheit

Die Zeiten, in denen wir leben, sind schnelllebig. Auf der anderen Seite ist die Auswahl an schönen Dingen und angenehmen Zerstreuungen nie größer als heute gewesen. Smartphones und Tablets beanspruchen uns so stark, dass wir sie kaum noch aus der Hand legen können. Eine Vielzahl an Ablenkungen erwartet uns, und alle rufen: Beachte mich! Beantworte mich! Und bewerte mich! Eine Rückkehr in die analoge, vermeintlich langsamere Zeit von vor zwanzig, dreißig Jahren gibt es nicht, und wir würden uns in ihr wohl auch nicht mehr zurechtfinden. Trotzdem gibt es bei vielen Menschen eine diffuse Sehnsucht nach einer Welt, die ein bisschen heiler ist als die von heute. Wo die Dinge entspannter und einfacher sind, geregelter, weniger komplex, weniger umkämpft. Entspannung ist gut, aber Entspannung ist nicht gleich Gelassenheit. Sind Sie entspannt, befinden Sie sich im Ruhemodus. Wenn Sie gelassen sind, gilt das auch in Stressmomenten. Gelassenheit ist nichts fürs Sofa. Sie können gelassen aktiv Tätigkeiten ausüben, sogar mehrere auf einmal. Wenn von Gelassenheit die Rede ist, bedeutet das weder, nichts zu tun, noch sich von der Realität abzuwenden.

Situationen, in denen es schwerfällt, gelassen zu bleiben, kennt jeder. Manche Menschen fahren schon allein bei dem Gedanken aus der Haut, Hemden oder Blusen bügeln zu müssen. Hier hilft nur delegieren: Geben Sie die Sachen weg zum Waschen und Bügeln. Das kostet Geld, aber es ist es allemal wert. Das gilt auch für Ihre Steuererklärung oder das Rasenmähen: Lassen Sie mal machen. Manchen Pflichten entkommen Sie allerdings nicht, egal, wie Sie es drehen, und keiner nimmt sie Ihnen ab. Wenn Sie sich solchen Aufgaben stellen müssen, hilft es manchmal, die Perspektive zu wechseln. Sehen Sie sich die Sache von mindestens zwei Seiten aus an und versuchen Sie, auch in einer Situation, die Ihnen nicht passt, das Positive zu finden. Einfacher gesagt heißt das: Aus der sprichwörtlichen Not eine Tugend machen. Sie stehen zum Beispiel im Stau, nichts bewegt sich, Sie würden am liebsten vor Wut ins Lenkrad beißen. Sie sind zum Stillstand gezwungen. Warum dann nicht – mit Freisprechanlage – mal wieder einen alten Freund anrufen, den Sie schon lange nicht mehr gesprochen haben? Nutzen Sie die Zeit der Bewegungslosigkeit, um etwas Sinnvolles und Angenehmes zu tun.

Wer mit Stress umgehen kann, wird gelassener reagieren, auch wenn in Diskussionen die Fetzen fliegen. Es scheint ein bisschen aus der Mode gekommen zu sein, eine andere Meinung einfach mal auszuhalten. Man kann sich auch etwas in Ruhe anhören, das man als falsch ansieht. Man muss nicht gleich jemanden an den digitalen Pranger stellen, nur weil er eine andere Meinung hat. Das ist eine Frage von Selbstbeherrschung und Toleranz. Niederbrüllen und skandalisieren ist keine Tugend und hilft niemandem weiter. Eine echte Prüfung Ihrer Gelassenheit ist die direkte Konfrontation. Es wird Sie ein großes Maß an Selbstbeherrschung kosten, bei Anschuldigungen und Provokationen gelassen zu bleiben. Versuchen Sie es trotzdem. Lächeln Sie, auch wenn‘s schwerfällt. Ein kleiner verbaler Schlagabtausch kann sich schnell hochschaukeln, wenn einer von beiden Kontrahenten oder beide die Fassung verlieren.

Versuchen Sie, Sprüche unter der Gürtellinie an sich abprallen zu lassen. Gönnen Sie Ihrem Gegenüber nicht die Genugtuung, Sie auf ein sprachliches Niveau herunterziehen, das Ihnen nicht gefällt. Bleiben Sie äußerlich ruhig, auch wenn Sie im Inneren kochen. All das ist eine Frage der Übung, aber es ist machbar, und es hilft in aller Regel weiter als Provokationen „mit gleicher Münze heimzuzahlen“.

Es gibt viele Programme und ­Methoden, mit denen Gelassenheit trainiert werden kann. Wenn es Ihnen an Begeisterung dafür fehlt, werden Sie allerdings weder Yoga noch autogenes Training gelassener machen. Erst wenn Sie halbwegs im Einklang mit sich sind, können Sie Gelassenheit finden. Versuchen Sie Zustände anzustreben, in denen Sie versinken. Manchen gelingt das mit Musik, anderen mit Joggen, indem sie ein Bild malen oder Strümpfe stricken. Vielleicht schreinern Sie lieber, gehen ins Theater, besuchen mal einen Töpferkurs? Machen Sie dieses Jahr doch zu Ihrem persönlichen Jahr der Gelassenheit. Es ist egal, wann Sie damit anfangen, Hauptsache, Sie fangen an damit, vielleicht gleich heute.

Beginnen Sie Ihr Jahr der Gelassenheit mit Großzügigkeit Ihnen selbst gegenüber. Gönnen Sie sich von heute an bewusst Auszeiten und kleine Fluchten. Und gönnen Sie die auch anderen. Das Kind, das in der U-Bahn neben Ihnen Flöte übt? Atmen Sie tief durch. Nehmen Sie es vor allem nicht als persönliche Botschaft der Provokation an Sie. Lassen Sie es flöten. Vielleicht muss es in zehn Minuten vor der Klasse spielen und hat Angst, sich zu blamieren? Wer Musik macht, wenn auch schiefe, wird später womöglich ein entspannterer Mensch. Vielleicht halten Sie es ab heute einfach mit Karl Lagerfeld. Der soll mal gesagt haben: „Stress? Kenne ich nicht. Ich kenne nur Strass.“         

RAD

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Kleine Auszeit - Lesevergnügen für eine Kaffeepause - Thema Was macht glücklich?

 
 

Was Menschen glücklich macht

Was ist das eigentlich, Glück? Materielle Sorglosigkeit? Es heißt ja, Geld allein mache nicht glücklich. Geld an sich macht aber wohl auch nicht automatisch unglücklich. Es kann Wege öffnen, es kann Dinge möglich machen, die vorher unmöglich waren. Geld beruhigt. Aber Angst zu haben, es wieder verlieren zu können, macht eher nicht glücklich. Oft ist es ja gar nicht das Geld, um das es geht, sondern um den Status, die Anerkennung, die Wertschätzung, alles, was mit Reichtum verbunden wird. Ein Idiot mit Geld allerdings bleibt ein Idiot, wenn auch ein Idiot mit Möglichkeiten. Wann also macht Geld glücklich? Eine Studie der Uni Princeton hat ergeben, dass es eine Grenze gibt, die bei ziemlich genau 60.000 Euro Jahreseinkommen liegt. Bis dahin steigt mit dem Geld das gute Gefühl. Wer mehr verdient, fühlt sich aber nicht automatisch glücklicher. Allerdings gilt für Geld wie auch für andere materielle Dinge, für Ehre, Anerkennung und Glück: Alles ist relativ. Hat der Nachbar mehr als man selbst, ist man eher unzufrieden. Was man selbst hat, wird relativ klein, wenn der andere über eine größere Menge davon verfügt – auch wenn das Quantum an Geld, Besitz und Ruhm einem eigentlich ausreicht.

Der Mensch ist so gestrickt, dass er lieber geschätzt als verachtet wird. Es tut ihm gut, wenn seine Leistungen anerkannt werden, auch wenn er sagt, das sei ihm egal. Gehört zu werden, gesehen zu werden, das treibt viele Menschen an, zum Beispiel ihre Kunst nicht im stillen Kämmerlein, sondern in der Öffentlichkeit auszuüben. Gefragt zu sein und gefragt zu werden macht glücklich. Etwas erreicht zu haben, gebraucht und angenommen zu werden, selbstbestimmt zu leben, all das kann zumindest dazu beitragen, nicht unglücklich zu sein. Allerdings ist bekanntlich nichts von Dauer und auch Glück ist darum niemals Dauerzustand. Glücklich zu sein gleicht einem Pendelausschlag nach oben, so wie es Ausschläge nach unten gibt. Dabei kann das Pendel in Ruhelage durchaus auf hohem Niveau liegen und Sie im Allgemeinen also relativ glücklich durchs Leben gehen. Wenn Glück und Zufriedenheit für Sie so ziemlich deckungsgleich sind – man nennt das das kognitive Wohlbefinden – und Sie insgesamt eigentlich ganz zufrieden mit Ihrem Leben sind, dann sind Sie auch relativ glücklich.

Manche Ratgeber versuchen, menschliche Gefühle auf Abläufe im Körper herunterzubrechen. Der Nachweis wird anhand von Aminosäuren und Botenstoffen, Synapsen und Dopaminausstößen geführt. Lässt sich Glück auf biochemische Prozesse im Körper reduzieren, auf reine Fakten? Sprechen Sie mit einem Fußballfan über das Wesen des Fußballs. Wird er Ihnen sagen, es gehe dabei um 22 Männer in kurzen Hosen, die einem Ball nachjagen? So sieht es mit den Augen des Wissenschaftlers aus, und doch ist Fußball etwas ganz anderes. Genauso könnten Sie ein Gemälde eines alten Meisters sachlich völlig zutreffend auf Leinwand, Holz, Farbe und ein paar Nägel reduzieren. Mehr ist es so gesehen nicht. Aber haben Sie damit das Wesen der Kunst erfasst?

Vermutlich ist kaum etwas persönlicher und individueller als das eigene Glück und die Suche danach. Manche, die sich mit Glück beschäftigen, gehen grob gesagt davon aus, dass es vor allem darauf ankomme, wie man eine Situation wahrnimmt. Nach dem Motto: Lassen Sie negativen Gefühlen keinen Raum, kultivieren Sie stattdessen die guten Gefühle, und so weiter. Jemandem, der gerade einen Schicksalsschlag erlebt hat oder an Depressionen leidet, müssen solche Ratschläge wie Hohn vorkommen. „Das Glück trainieren“, wie es manchmal heißt, funktioniert nicht. Sie können sich allerdings positive Gefühle verschaffen, indem Sie sich ganz normale menschliche Verhaltensweisen wieder bewusst machen. Dazu gehören Freundlichkeit und Optimismus, Humor und Neugier, an andere zu denken und dankbar zu sein, wenn andere an Sie denken. Vielleicht versuchen Sie mal wieder, spielerisch an eine Sache heranzugehen – Neugier ist der Schlüssel für vieles. Kinder spielen mit allem, was sie in die Finger bekommen. Das ist kein schlichter Zeitvertreib, sondern hilft dabei, die Welt zu verstehen und einzuordnen. Tun Sie das, was Sie tun mit Leidenschaft. Suchen Sie „den Sinn“ nicht bei anderen. Die Dinge in Ihrem Leben haben den Sinn, den Sie Ihnen geben. Lamentieren Sie nicht von alten Zeiten; kleben Sie nicht an dem, was früher gut war.

Wenn Zeit für Sie Glück ist, verschaffen Sie sich Zeit, für die Dinge, die Ihnen Freude machen. Das heißt: Stellen Sie Dinge, die nur Ihre Zeit fressen, ab und verbringen Sie die so gewonnene Zeit stattdessen mit Menschen, die Ihnen etwas bedeuten – solchen aus Fleisch und Blut, und nicht virtuellen „Freunden“ in Netzwerken. Füllen Sie diese Zeit aus mit Tätigkeiten, die Sie erfüllen, zum Beispiel mit Musik, mit Sport, oder damit, karierte Kissen zu sammeln, Schrauben zu sortieren oder was auch immer Sie sonst noch glücklich und niemanden anderen unglücklich macht. Und hören Sie vor allem damit auf, über das Glück und wie Sie es finden allzu viel nachzudenken.

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Kleine Auszeit - Lesevergnügen für eine Kaffeepause - Thema Zeit

 
 

Nimm Dir Zeit, wenn Dich der Alltag stresst

Zeit ist etwas Relatives: Warten Sie hungrig auf das Essen, sind zwei Stunden sehr viel Zeit. Blicken Sie allerdings auf Ihr Leben zurück, sind sogar zwei Jahre eher wenig Zeit. Wie viele Redewendungen mit Zeit mag es geben? Ich habe keine Zeit, das waren noch Zeiten, deine Zeit ist gekommen, Zeit ist Geld, du kommst ja aus einer anderen Zeit… Wir können vielleicht nicht einfach erklären, was Zeit ist, aber eine Sekunde lässt sich genau definieren, nämlich als die Zeit, in der ein Caesiumatom 9.192.631.770 Mal schwingt. Das Ganze Mal 3.600 genommen ist die Zeit, die man in der Physik eine Stunde nennt. Für Anwendungen im Alltag ist das aber wohl eher unpraktisch.

Neben dem Zeitbegriff Chronos existiert ein weiterer namens Kairos. Er stammt aus der Antike und interpretiert Zeit als günstige Gelegenheit, als „richtige Zeit“ und als richtiger Moment, etwas zu tun. Zeit ist hier die Chance, die nur einmal kommt, die nicht wiederkehrt. Mittelalterliche Darstellungen zeigen Kairos als Göttergestalt: Er trägt einen Glatzkopf mit Haartolle an der Stirn – was den Ausdruck erklärt, eine Gelegenheit beim Schopf zu packen. Haben Sie die Chance verpasst, sehen Sie nur noch Kairos‘ Glatze, an der Sie ihn nicht festhalten können.

Auch Zeit können Sie weder festhalten noch zurückholen, aber um sie bitten oder sie auch mal vertrödeln. Sie können sich zwar weder mehr Zeit noch ein längeres Leben kaufen, aber Sie können anderen deren Zeit abkaufen. Der Zahnarzt, zu dem Sie am Mittwoch um 16 Uhr gehen, „gehört“ zu dieser Zeit Ihnen, wenn auch nur in eingeschränktem Umfang – und die Keramikfüllung zahlen Sie extra. Vielleicht verkaufen Sie selbst gelegentlich Ihre Zeit, zum Beispiel, wenn Sie von 9 bis 17 Uhr im Büro sind – zumindest war das einmal so in traditionellen Arbeitsverhältnissen. Heute ist alles flexibler, was zunächst einmal gut klingt. Allerdings müssen immer mehr Arbeitnehmer jederzeit erreichbar sein; die mobilen Geräte wie Smartphone und Tablet machen das fast an jedem Ort möglich.

Was ist, ist. Was war, war wie genau? Vergangenheit ist in unserem Bewusstsein nicht statisch. Was  war, ist nicht für alle Zeiten festgeschrieben, vor allem nicht, wenn es um die Bewertung der alten Zeiten geht, Stichwort „früher war alles besser“. Wie gern wird Vergangenes verklärt und gütig auf das, was war, zurückgeblickt. Zeit heilt dem Sprichwort nach alle Wunden. Das stimmt nicht, aber sie verklärt die Vergangenheit und legt manchmal sogar einen lindernden Balsam auf alte Wunden. Oft wäre die Gegenwart nicht zu handhaben, würden wir nicht ab und zu die Vergangenheit ruhen lassen und aufhören aufzurechnen, wer was gesagt und getan hat. Manchmal wird so die nicht immer rosige Vergangenheit wieder heil, die triste Jugend in ein mildes, unschuldiges Licht getaucht, die eigenen Taten glorifiziert, das frühere Handeln zum Grundstein des Erfolges verklärt. Waren da nicht auch etwas Glück dabei und Zufall, auch günstige Umstände? Wie schnell ist all das verdrängt und vergessen.

Wir müssen in der heutigen Arbeitswelt immer mehr in immer weniger Zeit leisten. Abstellen können Sie das nur, wenn Sie deutliche Einbußen an Ihrem Lebensstil zulassen möchten. Sie können dem Zeitdruck aber entgegenwirken, und zwar ohne gleich als Aussteiger leben zu müssen. Nehmen Sie sich öfter mal Zeit und nehmen Sie sich, was Neudeutsch „Quality Time“ genannt wird: Bewusst erlebte, als wertvoll eingeschätzte Zeit, die für bestimmte Menschen und Tätigkeiten reserviert ist. Quality time ist die Zeit, die ausschließlich für das Festigen von Beziehungen genutzt wird, die Sie also zum Beispiel mit Ihren Kindern und Enkeln verbringen, aber auch mit Kumpels aus dem Verein. Und das heißt auch verzichten, zum Beispiel auf Kommunikationsmittel. Es ist einfach, sich hinter dem Handy zu verschanzen, schließlich könnte ja jederzeit ein wichtiger Anruf reinkommen. Können Sie noch entspannt Zeit verbringen ohne Smartphone und Tablet, Social Media, Apps, Mails und anderen Zeitfressern? So wie zuletzt, sagen wir, 1995? Probieren Sie es doch einfach mal wieder aus. Nehmen Sie es sich vor und nehmen Sie sich: Zeit.

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