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Ideen für Ihren Wohnraum - Kollektion Stoffwelten 2019/2020 und Asturien

Kleine Auszeit - Lesevergnügen für eine Kaffeepause - Thema Was macht glücklich?

 
 

Was Menschen glücklich macht

Was ist das eigentlich, Glück? Materielle Sorglosigkeit? Es heißt ja, Geld allein mache nicht glücklich. Geld an sich macht aber wohl auch nicht automatisch unglücklich. Es kann Wege öffnen, es kann Dinge möglich machen, die vorher unmöglich waren. Geld beruhigt. Aber Angst zu haben, es wieder verlieren zu können, macht eher nicht glücklich. Oft ist es ja gar nicht das Geld, um das es geht, sondern um den Status, die Anerkennung, die Wertschätzung, alles, was mit Reichtum verbunden wird. Ein Idiot mit Geld allerdings bleibt ein Idiot, wenn auch ein Idiot mit Möglichkeiten. Wann also macht Geld glücklich? Eine Studie der Uni Princeton hat ergeben, dass es eine Grenze gibt, die bei ziemlich genau 60.000 Euro Jahreseinkommen liegt. Bis dahin steigt mit dem Geld das gute Gefühl. Wer mehr verdient, fühlt sich aber nicht automatisch glücklicher. Allerdings gilt für Geld wie auch für andere materielle Dinge, für Ehre, Anerkennung und Glück: Alles ist relativ. Hat der Nachbar mehr als man selbst, ist man eher unzufrieden. Was man selbst hat, wird relativ klein, wenn der andere über eine größere Menge davon verfügt – auch wenn das Quantum an Geld, Besitz und Ruhm einem eigentlich ausreicht.

Der Mensch ist so gestrickt, dass er lieber geschätzt als verachtet wird. Es tut ihm gut, wenn seine Leistungen anerkannt werden, auch wenn er sagt, das sei ihm egal. Gehört zu werden, gesehen zu werden, das treibt viele Menschen an, zum Beispiel ihre Kunst nicht im stillen Kämmerlein, sondern in der Öffentlichkeit auszuüben. Gefragt zu sein und gefragt zu werden macht glücklich. Etwas erreicht zu haben, gebraucht und angenommen zu werden, selbstbestimmt zu leben, all das kann zumindest dazu beitragen, nicht unglücklich zu sein. Allerdings ist bekanntlich nichts von Dauer und auch Glück ist darum niemals Dauerzustand. Glücklich zu sein gleicht einem Pendelausschlag nach oben, so wie es Ausschläge nach unten gibt. Dabei kann das Pendel in Ruhelage durchaus auf hohem Niveau liegen und Sie im Allgemeinen also relativ glücklich durchs Leben gehen. Wenn Glück und Zufriedenheit für Sie so ziemlich deckungsgleich sind – man nennt das das kognitive Wohlbefinden – und Sie insgesamt eigentlich ganz zufrieden mit Ihrem Leben sind, dann sind Sie auch relativ glücklich.

Manche Ratgeber versuchen, menschliche Gefühle auf Abläufe im Körper herunterzubrechen. Der Nachweis wird anhand von Aminosäuren und Botenstoffen, Synapsen und Dopaminausstößen geführt. Lässt sich Glück auf biochemische Prozesse im Körper reduzieren, auf reine Fakten? Sprechen Sie mit einem Fußballfan über das Wesen des Fußballs. Wird er Ihnen sagen, es gehe dabei um 22 Männer in kurzen Hosen, die einem Ball nachjagen? So sieht es mit den Augen des Wissenschaftlers aus, und doch ist Fußball etwas ganz anderes. Genauso könnten Sie ein Gemälde eines alten Meisters sachlich völlig zutreffend auf Leinwand, Holz, Farbe und ein paar Nägel reduzieren. Mehr ist es so gesehen nicht. Aber haben Sie damit das Wesen der Kunst erfasst?

Vermutlich ist kaum etwas persönlicher und individueller als das eigene Glück und die Suche danach. Manche, die sich mit Glück beschäftigen, gehen grob gesagt davon aus, dass es vor allem darauf ankomme, wie man eine Situation wahrnimmt. Nach dem Motto: Lassen Sie negativen Gefühlen keinen Raum, kultivieren Sie stattdessen die guten Gefühle, und so weiter. Jemandem, der gerade einen Schicksalsschlag erlebt hat oder an Depressionen leidet, müssen solche Ratschläge wie Hohn vorkommen. „Das Glück trainieren“, wie es manchmal heißt, funktioniert nicht. Sie können sich allerdings positive Gefühle verschaffen, indem Sie sich ganz normale menschliche Verhaltensweisen wieder bewusst machen. Dazu gehören Freundlichkeit und Optimismus, Humor und Neugier, an andere zu denken und dankbar zu sein, wenn andere an Sie denken. Vielleicht versuchen Sie mal wieder, spielerisch an eine Sache heranzugehen – Neugier ist der Schlüssel für vieles. Kinder spielen mit allem, was sie in die Finger bekommen. Das ist kein schlichter Zeitvertreib, sondern hilft dabei, die Welt zu verstehen und einzuordnen. Tun Sie das, was Sie tun mit Leidenschaft. Suchen Sie „den Sinn“ nicht bei anderen. Die Dinge in Ihrem Leben haben den Sinn, den Sie Ihnen geben. Lamentieren Sie nicht von alten Zeiten; kleben Sie nicht an dem, was früher gut war.

Wenn Zeit für Sie Glück ist, verschaffen Sie sich Zeit, für die Dinge, die Ihnen Freude machen. Das heißt: Stellen Sie Dinge, die nur Ihre Zeit fressen, ab und verbringen Sie die so gewonnene Zeit stattdessen mit Menschen, die Ihnen etwas bedeuten – solchen aus Fleisch und Blut, und nicht virtuellen „Freunden“ in Netzwerken. Füllen Sie diese Zeit aus mit Tätigkeiten, die Sie erfüllen, zum Beispiel mit Musik, mit Sport, oder damit, karierte Kissen zu sammeln, Schrauben zu sortieren oder was auch immer Sie sonst noch glücklich und niemanden anderen unglücklich macht. Und hören Sie vor allem damit auf, über das Glück und wie Sie es finden allzu viel nachzudenken.

Ideen für Ihren Wohnraum - Kollektion Stoffwelten 2018/2019 und Veneto

Kleine Auszeit - Lesevergnügen für eine Kaffeepause - Thema Zeit

 
 

Nimm Dir Zeit, wenn Dich der Alltag stresst

Zeit ist etwas Relatives: Warten Sie hungrig auf das Essen, sind zwei Stunden sehr viel Zeit. Blicken Sie allerdings auf Ihr Leben zurück, sind sogar zwei Jahre eher wenig Zeit. Wie viele Redewendungen mit Zeit mag es geben? Ich habe keine Zeit, das waren noch Zeiten, deine Zeit ist gekommen, Zeit ist Geld, du kommst ja aus einer anderen Zeit… Wir können vielleicht nicht einfach erklären, was Zeit ist, aber eine Sekunde lässt sich genau definieren, nämlich als die Zeit, in der ein Caesiumatom 9.192.631.770 Mal schwingt. Das Ganze Mal 3.600 genommen ist die Zeit, die man in der Physik eine Stunde nennt. Für Anwendungen im Alltag ist das aber wohl eher unpraktisch.

Neben dem Zeitbegriff Chronos existiert ein weiterer namens Kairos. Er stammt aus der Antike und interpretiert Zeit als günstige Gelegenheit, als „richtige Zeit“ und als richtiger Moment, etwas zu tun. Zeit ist hier die Chance, die nur einmal kommt, die nicht wiederkehrt. Mittelalterliche Darstellungen zeigen Kairos als Göttergestalt: Er trägt einen Glatzkopf mit Haartolle an der Stirn – was den Ausdruck erklärt, eine Gelegenheit beim Schopf zu packen. Haben Sie die Chance verpasst, sehen Sie nur noch Kairos‘ Glatze, an der Sie ihn nicht festhalten können.

Auch Zeit können Sie weder festhalten noch zurückholen, aber um sie bitten oder sie auch mal vertrödeln. Sie können sich zwar weder mehr Zeit noch ein längeres Leben kaufen, aber Sie können anderen deren Zeit abkaufen. Der Zahnarzt, zu dem Sie am Mittwoch um 16 Uhr gehen, „gehört“ zu dieser Zeit Ihnen, wenn auch nur in eingeschränktem Umfang – und die Keramikfüllung zahlen Sie extra. Vielleicht verkaufen Sie selbst gelegentlich Ihre Zeit, zum Beispiel, wenn Sie von 9 bis 17 Uhr im Büro sind – zumindest war das einmal so in traditionellen Arbeitsverhältnissen. Heute ist alles flexibler, was zunächst einmal gut klingt. Allerdings müssen immer mehr Arbeitnehmer jederzeit erreichbar sein; die mobilen Geräte wie Smartphone und Tablet machen das fast an jedem Ort möglich.

Was ist, ist. Was war, war wie genau? Vergangenheit ist in unserem Bewusstsein nicht statisch. Was  war, ist nicht für alle Zeiten festgeschrieben, vor allem nicht, wenn es um die Bewertung der alten Zeiten geht, Stichwort „früher war alles besser“. Wie gern wird Vergangenes verklärt und gütig auf das, was war, zurückgeblickt. Zeit heilt dem Sprichwort nach alle Wunden. Das stimmt nicht, aber sie verklärt die Vergangenheit und legt manchmal sogar einen lindernden Balsam auf alte Wunden. Oft wäre die Gegenwart nicht zu handhaben, würden wir nicht ab und zu die Vergangenheit ruhen lassen und aufhören aufzurechnen, wer was gesagt und getan hat. Manchmal wird so die nicht immer rosige Vergangenheit wieder heil, die triste Jugend in ein mildes, unschuldiges Licht getaucht, die eigenen Taten glorifiziert, das frühere Handeln zum Grundstein des Erfolges verklärt. Waren da nicht auch etwas Glück dabei und Zufall, auch günstige Umstände? Wie schnell ist all das verdrängt und vergessen.

Wir müssen in der heutigen Arbeitswelt immer mehr in immer weniger Zeit leisten. Abstellen können Sie das nur, wenn Sie deutliche Einbußen an Ihrem Lebensstil zulassen möchten. Sie können dem Zeitdruck aber entgegenwirken, und zwar ohne gleich als Aussteiger leben zu müssen. Nehmen Sie sich öfter mal Zeit und nehmen Sie sich, was Neudeutsch „Quality Time“ genannt wird: Bewusst erlebte, als wertvoll eingeschätzte Zeit, die für bestimmte Menschen und Tätigkeiten reserviert ist. Quality time ist die Zeit, die ausschließlich für das Festigen von Beziehungen genutzt wird, die Sie also zum Beispiel mit Ihren Kindern und Enkeln verbringen, aber auch mit Kumpels aus dem Verein. Und das heißt auch verzichten, zum Beispiel auf Kommunikationsmittel. Es ist einfach, sich hinter dem Handy zu verschanzen, schließlich könnte ja jederzeit ein wichtiger Anruf reinkommen. Können Sie noch entspannt Zeit verbringen ohne Smartphone und Tablet, Social Media, Apps, Mails und anderen Zeitfressern? So wie zuletzt, sagen wir, 1995? Probieren Sie es doch einfach mal wieder aus. Nehmen Sie es sich vor und nehmen Sie sich: Zeit.

Ideen für Ihren Wohnraum - Kollektion Stoffwelten 2017/2018

 

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Sonnenschutzprospekt 2020 Sonnenschutzprospekt 2020 18-05-2020 pdf 3,4 MiB

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